Auch im Jahr 2025 ist Open-Source-Software weiterhin tief im technologischen Fundament von Unternehmen weltweit verankert. Doch während die Akzeptanz weiter zunimmt, deuten die neuesten Daten auf eine komplexe und teilweise widersprüchliche Landschaft hin – eine, in der Kosteneinsparungsträume oft mit der operativen Realität kollidieren.
Die neueste Ausgabe der 2025 Stand der Open Source Der Bericht – veröffentlicht von OpenLogic in Zusammenarbeit mit der Open Source Initiative und der Eclipse Foundation – untersucht detailliert, wie Open Source heute genutzt wird und welche Herausforderungen bevorstehen. Basierend auf den Antworten von über 430 Experten aus verschiedenen Branchen und Kontinenten zeigt der Bericht eine Community, die schnell wächst, aber nicht ohne Spannungen.
Die Akzeptanz ist weit verbreitet – aber nicht ohne Lücken
Der Umfrage zufolge ist eine beeindruckende 96 % der Organisationen nutzen Open-Source-Software in gewissem Umfang. Das ist angesichts des weit verbreiteten Trends zu Cloud-nativen Architekturen, containerisierten Umgebungen und flexibler, kostengünstiger Infrastruktur nicht überraschend. Tatsächlich gaben ein Viertel bis ein Drittel der befragten Unternehmen an, nicht nur FOSS (Free and Open Source Software) zu nutzen, sondern ihre Abhängigkeit davon im vergangenen Jahr sogar aktiv erhöht zu haben.
Kostensenkung bleibt die wichtigste Motivation, dicht gefolgt vom Wunsch nach Vermeiden Sie die Abhängigkeit vom Anbieterdes Interoperabilitätund Hebelwirkung ausgereifte, von der Community betriebene Technologie. Doch während die Absichten klar sind, gestaltet sich die Umsetzung oft schwieriger.
Das CentOS-Rätsel
Eine der überraschendsten Erkenntnisse des Berichts ist die anhaltende Abhängigkeit von CentOS Linux, obwohl alle Versionen offiziell veraltet sind. Bei großen Unternehmen sind fast 40 % nutzen immer noch CentOSund ein ganzes Viertel aller Nutzer gab zu, dass sie keine Ahnung Wie wird ihr Migrationsweg aussehen? Der am häufigsten genannte Grund? Mangel an Fähigkeiten.
Das Bild ist beunruhigend: Unternehmen, die aufgrund ihrer Flexibilität auf Open Source setzen, leiden heute unter technischen Schulden und einem Fachkräftemangel, der die Modernisierung verlangsamt. Neuere CentOS-Alternativen – wie AlmaLinux, Rocky Linux oder sogar CentOS Stream – haben sich unterdessen noch nicht durchgesetzt.
Distributionslandschaft im Jahr 2025
Obwohl CentOS noch immer existiert, sind Ubuntu und Debian nach wie vor die am weitesten verbreiteten Distributionen:
| Vertrieb | Verwendung % | Übernahme durch große Unternehmen |
| Ubuntu | 58% | Ja |
| Debian | 30% | Ja |
| CentOS | 25% | 40% |
| RHEL | 14% | 30% |
| Sonstiges | 10% | Abwechslungsreich |
Die JavaScript-Legacy-Falle
Über die Betriebssystemebene hinaus untersucht der Bericht auch den Anwendungsstapel – und auch hier gibt es einige beunruhigende Anzeichen. Obwohl JavaScript weiterhin dominiert, verwenden fast 15 % der Befragten immer noch Angular.js (v1), ein Framework, dessen Lebenszyklus 2022 offiziell endete. Jedes dritte große Unternehmen verlässt sich immer noch auf diese nicht unterstützte Codebasis. Dies verdeutlicht, wie schwierig es sein kann, Unternehmens-Stacks zu modernisieren, die vor Jahren mit FOSS-Tools erstellt wurden.
Das Support-Paradoxon
Viele Unternehmen setzen auf Open Source, um sich von teuren Lizenzen und undurchsichtigen Lieferantenverträgen zu befreien. Ironischerweise setzt mittlerweile mehr als ein Viertel der Befragten auf 20 oder mehr Anbieter für Support, Patches oder Integrationen. Mit anderen Worten: Auf dem neuesten Stand zu bleiben, ist zu einer Vollzeit-Herausforderung geworden – eine, die nur wenige erwartet hatten, als sie aufgrund der „niedrigeren Gesamtkosten“ auf Open Source umstiegen.
Eine gemischte Zukunft
Open Source boomt unbestreitbar. Die Ergebnisse dieses Jahres zeigen jedoch, dass Wachstum nicht immer reibungslos verläuft. Von veralteten Tools und nicht unterstützten Plattformen bis hin zu Schulungslücken und einer Überlastung durch Anbieter – Unternehmen erkennen heute, dass die Open-Source-Reise nicht mit der Bereitstellung endet – sie erfordert kontinuierliche Investitionen in Fähigkeiten, Support und Strategie.
At RELIANOIDWir unterstützen Teams seit Jahren dabei, sich in diesem komplexen Terrain zurechtzufinden. Ob Sie Ihre bestehende Infrastruktur modernisieren, Distributionsmigrationen evaluieren oder sich in einer komplexen Anbieterlandschaft zurechtfinden möchten – unsere Experten begleiten Sie Schritt für Schritt.
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