Wie 5G die Cybersicherheitslandschaft verändert

11. Oktober 2021 | Technische

5G bietet Unternehmen viel Potenzial. Die Aussicht auf Geschwindigkeiten von bis zu 20 Gbit/s und nahezu null Latenzzeiten könnte Unternehmen dabei helfen, schneller und vernetzter zu sein als je zuvor. Trotz dieser Vorteile bergen 5G-Netzwerke auch einige neue Risiken.

Die Ängste der Öffentlichkeit vor Strahlung oder Krankheiten, die über 5G-Wellen übertragen werden, sind weitgehend unbegründet, aber diese Netzwerke bergen einige Gefahren. Da sie langsam zum Standard für Konnektivität werden, eröffnen sie neue Möglichkeiten für Cyberkriminelle. Um die Sicherheit der Unternehmen zu gewährleisten, müssen die Cybersicherheitsstrategien angepasst werden.

Hier ist ein genauerer Blick darauf, wie 5G die Cybersicherheitslandschaft verändert.

Zunehmende IoT-Bedrohungen

Das Internet der Dinge (IoT) ist bereits jetzt ein großes Sicherheitsproblem, und 5G wird es noch weiter vorantreiben. Die hohe Bandbreite und geringe Latenz von 5G bieten eine bessere Unterstützung für das schnelle IoT-Wachstum, was wiederum potenzielle Angriffsflächen erweitert. Wenn Unternehmen mehr IoT-Geräte implementieren, bieten sie unbeabsichtigt mehr potenzielle Angriffspunkte für Hacker.

Ein IoT-Gerät wie ein intelligenter Thermostat hat an sich vielleicht kein großes Schadenspotenzial, kann aber als Gateway fungieren. Hacker können diese oft ungesicherten Endpunkte nutzen, um sich Zugang zu einem Netzwerk zu verschaffen und dann auf andere Geräte mit sensibleren Daten zuzugreifen. Da 5G wahrscheinlich mit einer breiteren Einführung des IoT zusammenfällt, wird diese Bedrohung weitaus häufiger auftreten.

Mehr vernetzte kritische Infrastruktur

Mit der Einführung von 5G wird auch die Infrastruktur in den Städten intelligenter. Städte können IoT-Konnektivität in Stromnetzen, Verkehrssystemen und vielem mehr implementieren. Diese Entwicklung bringt zwar viele Vorteile mit sich, macht kritische Infrastrukturen aber auch anfällig für Cyberkriminalität.

Hacker könnten beispielsweise in ein drahtlos zugängliches Stromnetz eindringen und die Stromversorgung eines Gebiets abschalten. Für die meisten kritischen Infrastrukturen ist die Internetkonnektivität ein neues Konzept, sodass Cyberkriminalität bisher keine Bedrohung für sie darstellte. Mit 5G wird sich das ändern und zerstörerischen Cyberangriffen Tür und Tor öffnen. Cyberkriminalität wird zu einer viel gefährlicheren Bedrohung.

Keine Hardware-Engpässe

5G-Netzwerke funktionieren auch anders als ihre Vorgänger, was neue Sicherheitsbedenken mit sich bringt. Einer dieser Unterschiede besteht darin, dass 5G verteilte kleine Zellen und softwaredefiniertes Routing anstelle von zentralisiertem, hardwarebasiertem Switching verwendet. Dies verbessert Geschwindigkeiten und Latenz, beseitigt aber auch Engpässe, die dazu beitragen können, Cybersicherheitsbedrohungen zu stoppen.

In früheren Netzwerken liefen alle Daten über zentrale Hardwarepunkte, die eine Überwachung auf unerwünschte Verbindungen oder Schadcode ermöglichten. Da 5G-Netzwerke flexibler und verteilter sind, gibt es keinen Ort, an dem Sicherheitsteams ihre Cyberhygiene-Bemühungen konzentrieren können. Unternehmen werden wahrscheinlich auf Überwachungslösungen mit künstlicher Intelligenz (KI) umsteigen müssen, um dies auszugleichen.

Netzwerk-Slicing

Eine weitere neue Funktion, die 5G einführt, ist Network Slicing. Network Slicing teilt Verbindungen in separate Slices oder virtuelle Verbindungen auf, um Ressourcen effektiver auf verschiedene Arten von Datenverkehr zu verteilen. Cybersicherheitsprotokolle müssen sich an diese Fluidität anpassen, da verschiedene Slices unterschiedliche Cyberrisiken bergen können.

Einheitliche Lösungen, die auf einem gemeinsamen Nenner basieren, reichen in diesen Situationen nicht aus. Ein einzelnes 5G-Netzwerk kann mehrere Streams enthalten, die unterschiedlich funktionieren und verschiedene Arten von Bedrohungen darstellen. Die Programme zur Überwachung und Reaktion auf Cybersicherheit müssen ähnlich dynamisch sein und ein breiteres Spektrum von Bedingungen in einem Netzwerk berücksichtigen.

5G erfordert neue Cybersicherheitsansätze

5G ist nicht grundsätzlich unsicher, birgt aber einige neue Risiken. Wenn Unternehmen die Vorteile dieser Netzwerke voll ausschöpfen möchten, müssen sie diese neuen Cybersicherheitsanforderungen berücksichtigen. Wenn sie wissen, welche Herausforderungen auf sie zukommen, können sie angemessen reagieren und 5G sicher nutzen.

Die Cybersicherheitslandschaft verändert sich. Da 5G-Netzwerke immer häufiger zum Einsatz kommen, müssen die Sicherheitsstandards der Branche angepasst werden, um diesen neuen Bedrohungen besser gewachsen zu sein. Unternehmen sollten diese Änderungen jetzt berücksichtigen, um sich auf die Zukunft vorzubereiten.

DANK AN:

Devin Partida

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